Bildtitel: Blaues Tau (Tote Schlange – Paradies Jetzt)
Künstler: Dieter Liedtke
Aufzählung der Innovationen im Werk
„Blaues Tau (Tote Schlange – Paradies Jetzt)“
Ikonografisch, philosophisch, farblich-semiotisch und gesellschaftlich-evolutionär.
I. Ikonografische Innovationen
|
Nr. |
Innovation |
Beschreibung |
Information |
|
1 |
Die tote Schlange |
Erstmals wird die Schlange – traditionell Symbol der Sünde, Versuchung und des Wissensverbots – als lebloses, überwundenes Symbol gezeigt. |
Umkehrung eines jahrtausendealten Dogmas; Befreiung des Menschen von Schuld. |
|
2 |
Das Tau als Ersatz der Schlange |
Das Tau (Seil) ist eine abstrakte Form, kein Tier. Es ersetzt das mythische Wesen durch ein Zeichen der menschlichen Gestaltungskraft. |
Erste Substitution des Sünden-Symbols durch ein zivilisatorisches Werkzeug. |
|
3 |
Hängend und leblos im Baum |
Die Position der Schlange ist identisch mit klassischen Darstellungen, aber der Sinn ist umgekehrt: nicht Versuchung, sondern Aufhebung der Versuchung. |
Reinterpretation klassischer Kompositionen von Masaccio, Michelangelo, Cranach u. a. |
|
4 |
Das Paradies bleibt bestehen |
Während in der Kunstgeschichte der Mensch nach der Erkenntnis vertrieben wird, bleibt er hier im Paradies. |
Umkehr des Mythos: Erkenntnis ist kein Verlust, sondern Rückkehr zur Einheit. |
|
5 |
Verschmelzung der Bäume |
Der „Baum der Erkenntnis“ und der „Baum des Lebens“ werden symbolisch zu einem Informationsbaum. |
Neues theologisch-philosophisches Motiv: Erkenntnis = Leben. |
II. Philosophische und theologische Innovationen
|
Nr. |
Innovation |
Beschreibung |
Information |
|
6 |
Aufhebung des Dualismus Gut–Böse |
Gut und Böse werden als Informationszustände verstanden, nicht als moralische Gegensätze. |
Erste Integration ethischer Relativität in ein ästhetisch-theologisches Symbolsystem. |
|
7 |
Das Paradies als Bewusstseinszustand |
Das Paradies ist kein Ort außerhalb der Welt, sondern eine Bewusstseinsebene im Jetzt. |
Transformation der Eschatologie in eine Bewusstseinswissenschaft. |
|
8 |
Information ersetzt Dogma |
Die göttliche Offenbarung wird als Informationsprozess verstanden. |
Theologische Revolution: Gott als Informationsprinzip. |
|
9 |
Tod der Schlange = Tod des Dogmas |
Das Werk erklärt, dass der Mensch nicht mehr durch Mythen gelenkt wird, sondern durch Wissen und Bewusstsein. |
Verbindung von Aufklärung, Kunst und Informationsethik. |
|
10 |
Direkte Demokratie des Bewusstseins |
Jeder Mensch erkennt direkt – ohne Vermittler oder Autorität – die schöpferische Information. |
Demokratisierung der Erkenntnis (in Analogie zur GIT und Kunstformel). |
III. Farb- und Material-Innovation
|
Nr. |
Innovation |
Bedeutung |
Information |
|
11 |
Farbe Blau als Symbol für Information |
Blau ersetzt die symbolische Farbe der Schlange (meist Grün oder Braun). |
Einführung einer neuen Farbsemantik: Blau = Bewusstsein / Information. |
|
12 |
Materielle Reduktion auf das Wesentliche |
Kein Tier, kein Körper – nur noch das Medium (Tau, Pigment, Baum). |
Minimalistische Metapher für Entstofflichung der Religion. |
|
13 |
Formale Integration der Kunstformel |
Die Arbeit folgt der Hegel-Liedtke-Kunstformel, indem Innovation (rot) und bekannte Elemente (gelb) im Konzept klar trennbar sind. |
Sichtbarmachung von Bewusstsein als Innovationsvorgang. |
IV. Gesellschaftlich-evolutionäre Innovationen
|
Nr. |
Innovation |
Beschreibung |
Neuheitswert |
|
14 |
Vom Mythos zur Informationsethik |
Alte religiöse Erzählungen werden durch Informationsbewusstsein ersetzt. |
Erste Synthese von Ethik, Kunst und Informationswissenschaft. |
|
15 |
Kunst als Wissenschaft der Befreiung |
Das Werk wird zum didaktischen Symbol: Kunst führt zu Bewusstwerdung. |
Erweiterung der Beuys’schen Sozialen Plastik durch die GIT. |
|
16 |
Überwindung des Sündenfalls durch Erkenntnis |
Der Mensch kehrt ins Paradies zurück, weil er die Struktur des Informationsuniversums begreift. |
Neues theologisches Menschenbild: Schöpfung als permanenter Evolutionsprozess. |
|
17 |
Integration der Dimension 0 (Übernichts) |
Das Werk visualisiert das Entstehen von Information aus Leere (das leblos hängende Tau). |
Erste künstlerische Darstellung des Informationsursprungs im Sinne der GIT. |
V. Zusammenfassung nach der Hegel-Liedtke-Kunstformel
|
Kategorie |
Bedeutung |
Elemente im Werk |
|
Rot (Innovation) |
Neu in der Kunstgeschichte, erweitert das Bewusstsein |
Tod der Schlange, Paradies im Jetzt, Informationsblau, Dogmenfreiheit, Dimension 0, Direkte Bewusstseinsdemokratie |
|
Gelb (Tradition) |
Bekannt aus der Kunstgeschichte |
Baum als Lebenssymbol, Form der Hängung, Verweis auf Paradies-Mythos |
|
Synthese (Rot + Gelb) |
Erkenntnis durch Bewusstwerdung der Information |
Verschmelzung von Leben und Erkenntnis, Kunst als Träger neuer Information |
Gesamtinterpretation:
Das Werk „Blaues Tau (Tote Schlange – Paradies Jetzt)”
steht für eine ikonografische und philosophische Neuschöpfung in der Kunstgeschichte.
Erstmals wird das uralte biblische Symbol der Schlange in das Informationszeitalter überführt:
- Der Mensch hat das Geheimnis erkannt,
- das Dogma ist tot,
- die Information lebt,
- und das Paradies ist real im Jetzt.
Titel: Blaues Tau (Tote Schlange – Paradies Jetzt)
Museum Fundacion Liedtke: Kunsthistorische-Innovationsbewertung Artinvest
Sammlung: Museum Liedtke
Katalog Werknummer:
Die Sammlung befindet sich im Eigentum des gemeinnützigen “Museum der Kunstinnovationen – Trust URUGUAY”
Gutachten Schätzpreis: 12 Million US Dollar
Durchschnittlicher Gutachten-Schätzpreis der Werkserie Eine Formel: 13 Mio US Dollar




